Greta Thunberg segelt nach New York zum Klimagipfel. Der Amazonas brennt. Die Bahamas gehen unter. Und du fährst mit dem Porsche Cayenne zum Bioladen und kaufst dir Chiasamen und Skyr Joghurt. Zu viel Klischee?

Aber nicht mehr. Jetzt willst du was ändern. Ab sofort krempelst du dein Leben um. Du lebst jetzt nachhaltig. Aber – wie geht das eigentlich?

Okay, als erstes verkaufst du deinen dicken Schlitten und steigst auf das Fahrrad um. Ernährst dich vegan und kaufst regionales Bio-Obst. Deine Glühbirnen tauschst du gegen sparsame LED-Strahler, die ab sofort nur noch von Ökostrom befeuert werden. Jutebeutel statt Plastiktüten. Ostsee statt Thailand. Second-Hand statt H&M.

Aber dich beschleicht dabei das Gefühl, dass du eigentlich gar keine Ahnung hast, was davon wirklich etwas bringt, und was kaum einen Unterschied macht. Und manches davon mag vielleicht sogar kontraproduktiv sein. Hast du nicht mal irgendwo gelesen, dass man einen Jutebeutel mehrere tausend Mal benutzen muss, bevor er sich ökologisch im Vergleich zur Plastiktüte rechnet? Du weißt es nicht, und du hast das Gefühl, dass deine Aufmerksamkeit durch das gelenkt wirst, was du liest, siehst, hörst.

Aber konzentrierst du dich auf die wirklich wichtigen Dinge?

Du möchtest einen nachhaltigeren Lebensstil leben, aber was bedeutet das genau? Welchen Themen solltest du dabei die meiste Aufmerksamkeit schenken, und welche kannst du getrost ignorieren? Welche Handlungen reduzieren deinen persönlichen ökologischen Fußabdruck am meisten? Und warum ist es vielleicht manchmal gar nicht so einfach, das richtige zu tun? Was, wenn es einem sehr schwer fällt, auf das Auto, auf Fleisch oder Flugreisen zu verzichten?

Wenn dich diese Fragen umtreiben, dann bis du hier richtig. Ich selbst beschäftige mich nun schon seit einigen Jahren damit, wie ein nachhaltiger Lebensstil aussehen kann. Dabei bin ich auf viele interessante Einsichten gestoßen, aber auch auf einige Widersprüche. Ich habe manche Erkenntnisse in die Tat umgesetzt, bei einigen tue ich mich deutlich schwerer. Dieser Blog dient vor allem dazu, Gedanken laut zu äußern und sie mit Euch zu diskutieren. Dabei versuche ich, folgende drei Fragen beantworten:

  1. Was muss ich tun, um nachhaltig zu leben?
  2. Welche Maßnahmen sind dabei die wichtigsten?
  3. Welche Hindernisse werden mir bei der Umsetzung dieser Maßnahmen begegnen,
    und wie überwinde ich sie?

Meine Gedanken hierzu sind natürlich nicht die absolute Wahrheit. Ich freue mich über rege Diskussionen im Kommentarbereich! Ich hoffe, dass einige Beiträge auf Widerstand stoßen werden, nur Zustimmung ist nämlich langweilig und regt nicht zum Denken an.

Außerdem ist das hier vor allem als Experimentierlabor gedacht. Ich möchte verschiedene Formate, Inhalte und Plattformen ausprobieren, um zu sehen, was am besten funktioniert. Auch hier freue ich mich über Feedback, was Euch am besten gefällt.

Nun denn, segeln wir los!

BRS